Geologie im Geopark

Die geologische Geschichte des Geoparks ist sehr lang. Die ältesten Steinformationen auf dem Gebiet stammen aus der Zeit vor rund 500 Millionen Jahren. Das Gebiet hat eine reiche Bergbau-, Eisen- und Kohlebergbau-Tradition. Durch die Förderung und den Schutz des geologischen Erbes, möchten wir den Zusammenhang zwischen der Geologie und der Lebensweise in der Vergangenheit und heute zeigen. Aufgrund der vielfältigen geologischen Grundlage des Gebietes haben sich die Lebensräume, Flora und Fauna in geleicher Variation und Reichtum entwickelt. Wir möchten im Detail darstellen, wie sich unbelebte und belebte Natur bzw. Geodiversität und Biodiversität gegenseitig bedingen. Der Geopark, mit seiner mehrere Millionen Jahre alten Geschichte, hat viele interessante Geschichten zu erzählen. Durch Bildung, Förderung und Sensibilisierung, möchten wir zeigen, dass die geologische Struktur und Prozesse, d.h. das geologische Erbe, die Grundlage unseres Lebens darstellen, und dass es mit unbedachten Handlungen zerstört werden kann, wodurch ein nicht wieder gutzumachender Schaden sowohl für die Natur als auch für uns selbst entsteht. Mit nachdenklichem Besuchen und durch Beobachtung dieses geologischen Erbes, können wir seine Schönheit genießen und viel über uns selbst und die Prozesse, die das Gebiet des Geoparks geprägt haben und noch immer gestalten, erfahren.

Geologie des Gebiets

Geologische Karte des Geoparks Karawanken

Die Karawanken wurden während der - nach wie vor - seit dem Eozän andauernden zweiten Phase der Alpidischen Orogenese gebildet. Der Druck zwischen der Europäischen und Adriatischen tektonischen Platte, und die Rotation letzterer bewirkte eine Seitenverschiebung der nördlichen Anteile nach Osten von bis zu 250 km entlang der Periadriatischen Naht. Dadurch kam es zur Ausbildung von unterschiedlichen, aus mehreren Decken bestehenden „flower structures“ senkrecht dazu.
Der nördliche Anteil der Kernzone wird aus Intrusionsbrekzien gebildet, die aus Gabbro bis Syenit bestehen. Die südliche Zone wird aus oligozänen Tonalitintrusionen aufgebaut. Die ältesten regionalmetamorphen Gesteine in der Kernzone sind durch kontaktmetamorphe Prozesse überprägt. Intensiver, gleichzeitig auftretender Vulkanismus produzierte eine pyroklastische Gesteinsfolge. Eine ganze Reihe von extrem hoch bis niedrig regional metamorphen Gesteinen, die zur Europäischen Platte gehören, sind im Norden aufgeschlossen. Sie resultieren aus der Kollision der Kontinentalplatten. Die nach Süden und Norden auskeilenden Decken werden aus ordovizischen bis unterkretazischen Sedimenten der Paläotethys und des Tethysozeans aufgebaut Es handelt sich dabei vorwiegend um Plattformkarbonate mit zahlreichen Typuslokalitäten für Fossilien. Zeitgleich mit der Hebung der Karawanken kam es zur Sedimentation klastischer Sedimente am Nordfuß. Die Petzen enthält eine Pb-Zn-schichtgebundene Vererzung von Weltklasse und die einzigartige stratiforme Zn-Pb-Minerallagerstätte Topla, worüber man sich im Museum in Mežica informieren kann. Die Minerale Dravit und Wulfenit mit ihren Typlokalitäten sind ein wichtiges geologisches Erbe.
Glaziale, fluviatile und karstmorphologische Prozesse haben eine malerische Topographie geschaffen. Steinzeitliche Funde, welche in Karsthöhlen entdeckt wurden, sind für das Verständnis der menschlichen Entwicklung von Bedeutung.

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Geopunkte

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