Geotrail Hainschgraben - Loibla Baba

Tourdaten

Länge (hin und zurück): 14 km
Höhendifferenz (hin und zurück): 2614 m
Gehzeit: ca. 7 Stunden

Einkehrmöglichkeit

Entlang der Route gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Zugänglichkeit

Fahrt von Bad Eisenkappel in Richtung Zell Pfarre. Durch Zell Pfarre hindurch fahren und bis Kreuzung Zell – Oberwinkel dem Straßenverlauf folgen. Eine Parkmöglichkeit besteht vor der Male Säge und der Wanderweg beginnt direkt nach dem Parkplatz (sehr gut beschildert).

Tourbeschreibung

Der Wanderweg in den Hainschgraben ist recht einfach. Ab dem Geotrail Punkt 4 beginnt der Aufstieg auf die Loibler Baba, welcher ein wenig Anspruchsvoller ist. Im oberen Teil geht man einen Grat entlang zum Gipfel wo man einige kurze Kletterpassagen (verankerte Seile vorhanden) meistern muss.

Kurz nach dem Beginn des Geotrails quert man die periadriatische Naht auf dem Weg zum Geotrail Punkt 1.

Geht man entlang des Hainschgrabens zum Geotrail Punkt 1, dann sind direkt im Bachbett paläozoische Flaserkalke anstehend aufgeschlossen. Teilweise findet man auch schwarze, mergelige Lagen im Gestein. Diese haben sich durch tektonische Einflüsse gebildet. Die für Kalke untypische Schwarzfärbung hat einen biogenen Hintergrund, der durch den Stoffwechsel von Organismen, z. B. infolge von CO2 Entzug entsteht.

Erkennt man weiter entlang des Weges einen plötzlichen Farbwechsel des Untergrundes zu Rottönen, so hat man nun die Grödener Schichten erreicht . In diesem Bereich ist dieses Gestein hauptsächlich aus roten und tonigen Schiefern zusammengesetzt.

Geht man den gut beschilderten Wanderweg weiter zum Geotrail Punkt 3, so wird bei der Hornik Schaumühle die Gletschermoränen- und Grundmoränenmasse aus dem Würm (letzte Eiszeit vor 120. 000 – 12. 000 Jahre) sichtbar. Diese Moränenschuttmasse zieht sich bis hinauf zum Hainschsattel.

Beim Geotrail Punkt 4 ist ein wunderbares Trog- bzw. U-Tal ersichtlich (vgl. Seite1). Dieses entsteht, wenn sich ein großer Gletscher immer weiter Tal abwärts bewegt und das Gebirge an den Talflanken erodiert. Trogtäler haben sehr steile bis senkrechte Trogwände und einen relativ flachen Talboden, welcher häufig wie hier mit Glazialen Schuttsedimenten bedeckt ist.

Beim Geopark Punkt 5 hat man den Gipfel der Loibler Baba auf 1968m Seehöhe erreicht. Die Loibler Baba mit ihrem Doppelgipfel gehört mit Sicherheit zu den schönsten Gipfeln in den südlichen Karawanken. Vom Gipfel kann man anhand der Talform und den Schuttmassen noch einmal nachvollziehen welche Ausmaße die Vergletscherung im Würm nach sich gezogen hat.

Karte der Tour

Höhenprofil




              

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