Geotrail Hochobir – Eisenkappler Hütte

Tourdaten

Länge (hin und zurück): 5,8 km

Höhendifferenz gesamt: 1160m

Gehzeit: ca. 3,5 Stunden

Schwierigkeit: einfach - mittel

Einkehrmöglichkeit

Eisenkappler Hütte – geöffnet von Mai – Mitte Oktober .

Ausgangspunkt

Der Ausgangspunkt ist die Eisenkappler Hütte auf 1550m.

Zugänglichkeit

Fahrt von Bad Eisenkappel in Richtung Ebriach. Anschließend abbiegen auf
die Obir Hochalpenstraße bis zum Abbieger Eisenkappler Hütte
(Mautpflichtige Alpenstraße -> 6€ in Münzen).

Anmerkung

Der Geotrail verläuft vorwiegend in den mitteltriassischen Wettersteinkalken, den Hauptfelsbildner der Nordkarawanken. Auf der Wanderung zum Gipfel findet man zahlreiche Reste des ehemaligen Bergbaues und bei genaueren Hinsehen geologische Leckerbissen wie z.B.: versteinerte Muscheln, Seeigelstachenl etc..

Tourbeschreibung

Von der Mautstation aus wäre auch optional ein Fußmarsch zur Eisenkappler Hütte möglich, der in etwa drei Stunden in Anspruch nimmt. In diesem Bereich befindet sich fast zur Gänze der gebankte Wettersteinkalk aus dem Ladin. Es handelt sich hierbei um eine riffnahe Karbonatplattform des Wettersteinkalkes (Flachwasserbereich), welcher zwischen der Mautstation und dem Gipfel des Hochobirs teilweise sehr fossilreich vorkommt.

Beim Fossilbestand handelt es sich um Gastropoden (Turmförmige Schnecken), Korallenreste und vereinzelt Ammoniten, welche auch im Geoparkzentrum zu betrachten sind. Die gefundenen Gastropoden haben teilweise eine Größe von bis zu 15 cm.

Des Weiteren sind in diesem Bereich Oolith und Onkolith Kalk (nur spärlich aufgeschlossen) und gebankte Carditaschichten aus dem Karn zu finden. In diesen Carditaschichten befinden sich außerdem Brachiopoden und auch Echinodermenreste (z.B.: Seeigelstacheln).

Die Ablagerung dieser gebankten Carditaschichten fand in sehr seichten Küstenbereichen statt und bildet teilweise sogenannte Hardgrounds (sehr schnelle Trockenlegung). In Teilen unterhalb der Eisenkappler Hütte findet man vereinzelt, Reste von Brachiopoden (ähneln den Muscheln, gehören aber zum Stamm der Armfüßer), sowie auch Echinodermen und Bivalven (Muscheln).

Beim Geotrail Punkt 1 – Eisenkappler Hütte, besteht nun die Möglichkeit zu Parken und von dort aus den Gipfel des Hochobirs zu „erklimmen“. Die Hütte bietet einladende Gasträume, ausgezeichnete Küche mit Kärntner Spezialitäten, Nächtigungsmöglichkeit und einen sonnigen Rastplatz mit herrlichem Fernblick in die Steiner Alpen und Karawanken.

Der Aufstieg auf den Hochobir ist von der Hütte aus sehr gut beschildert und der Wanderweg ist in einem ausgezeichneten Zustand. Die Wanderung sollte auch für nicht allzu erfahrene Wanderer zu meistern sein, denn sie bietet genügend Möglichkeiten zu rasten bzw. „Kraft zu tanken“.

Im Geotrail Punkt 2 erreicht man nach ca. einer Stunde Fußmarsch die Kalte Quelle, welche die letzte “Wasser Tankstelle” vor dem Gipfel des Hochobirs ist. Hier wird es Zeit, nochmals einen belebenden Schluck zu sich zu nehmen und das exzellente Quellwasser des Hochobirs zu genießen.

Bei gemütlichem Tempo geht es nun weiter in Richtung Gipfel (Geotrail Punkt 3), der auch nach ca. einer halben Stunde bis Stunde erreicht werden sollte. Am Ziel angekommen, bietet sich nun eine herrliche Aussicht auf den Kleinobir und das Klagenfurter Becken.

Karte der Tour

Höhenprofil




              

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