Geotrail Trögerner Klamm

Länge (hin und zurück): 7,3 km

Höhendifferenz (hin und zurück): 600m

Gehzeit: ca. 4 Stunden

Tourdaten

Einkehrmöglichkeit

Entlang der Route gibt es keine Einkehrmöglichkeit.

Zugänglichkeit

Fahrt von Bad Eisenkappel in Richtung Ebriach (Trögerner Klamm). Eine Parkmöglichkeit besteht vor der Trögerner Klamm.

Anmerkung

Bei der Fahrt in die Trögerner Klamm, ist es auch noch möglich, sich anhand einer geologischen Lehrtafel am Anfang der Trögerner Klamm einen Einblick in den Gesteinsaufbau des Gebietes zu verschaffen. In der Trögerner Klamm wurde auch das Schmuckstück des Geoparks Karawanken, der fossile Fisch gefunden (2011 – Kucher, Petschnig), welcher im Geoparkzentrum ausgestellt ist.

Tourbeschreibung

Die Trögerner Klamm wurde durch die erosiven Kräfte des Wassers gebildet. Für die Ausbildung dieser drei km langen Schlucht ist der Schlernendolomitzug, den sie durchschneidet, verantwortlich.

Die Route ist nicht sehr anspruchsvoll. Nach dem Geotrail Punkt 1 muss man entlang des Bachbetts des Koschutabaches weiter gehen. Der Weg durch das Bachbett lohnt sich sehr, da man hier sehr gut die Faltenstrukturen und Verformungen die sich im Potokgraben abspielen miterleben kann. Der Potokgraben gilt, als der Schlüssel zum Bau der südlichen Karawanken ist aufgrund seiner strukturgeologischen Komplexität ein Highlight für jeden Geologen und auch Hobby Geologen.

Die Wanderung erfolgt bis zum Geotrail Punkt 1 auf einer schön präparierten Forststraße. Am Anfang dieses Geotrails ist der Schlerndolomit, welcher das zeitliche Äquivalent des Wettersteinkalkes im Südalpin bildet zu sehen. Das Gestein ist weiß bis hellgrau und ist nach einem Berg in den Dolomiten benannt. Dieser Dolomit wurde aus Resten von kalkhaltigen Organismen gebildet, welche in einer Lagune abgelagert wurden.

Geht man entlang dieses Forstweges weiter, so sieht man im Bachbett des Koschutabaches den stark tektonisch beanspruchten Bankkalk mit weißen Kalzitadern. Aufgrund der spärlichen Untersuchungen ist noch nicht ganz genau geklärt, zu welchem stratigraphischen Zeitalter dieser Bankkalk zählt. Am wahrscheinlichsten hat dieser jedoch ein ladinisches Alter.

Das Bachbett ist ebenso sehr interessant. In diesem findet man Tarviser Brekzien, Quarz Konglomerate und verschiedene Kalke (Trogkofelkalke). Die Tarviser Brekzien erreichen eine Größe von mehreren m3. Die Gerölle der Brekzien und Konglomerate werden größer, je weiter man in die Klamm vordringt. Außerdem sind diese sehr schön gerundet, weil diese durch den Transport abgeschliffen wurden.

Ab dem Geotrail Punkt 1 geht man entlang des Bachbetts weiter. Auf dem Weg zum Wasserfall am Ende des Potokgrabens (Geotrail Punkt 2), befinden sich auch noch Bankkalke, welche Pyritvererzungen aufweisen. Pyrit ist ein Eisensulfid (FeS2) das schöne kubische (würfelförmig) Formen ausbildet.

Am Ende des Potokgrabens fließen zwei Quellen an der Stelle des Wasserfalls zum Kuschutabach zusammen. Solche Wasserfälle sind meist an Störungszonen gebunden, wo das Gestein verschiedene Erosionseigenschaften aufweist.

Karte der Tour

Höhenprofil




              

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