Der Hemmaberg – ein Pilgerziel von vor 1500 Jahren bis heute
Als die Völkerwanderung unsichere Zeiten für Gut und Leben brachte, zog die römische und keltische Bevölkerung um 400 n. Chr. aus der Ebene bei Globasnitz auf den Hemmaberg. Daneben bestand im Tal während der Zeit der Ostgotenherrschaft (493–536) die Straßenstation, an der Soldaten ihren Dienst verrichteten. Die Bergsiedlung wurde von einer Befestigungsmauer umgeben, und es entstand um 400 n. Chr. eine erste Kirche der christlichen Gemeinde am Rande des Gipfelplateaus. Um 510 n. Chr. entstand zudem eine Doppelkirche der katholischen Römer sowie eine weitere Doppelkirche der Ostgoten, die arianische Christen waren.
Dieser Kirchenkomplex wurde bei Ausgrabungen freigelegt und kann heute von Besuchern bewundert werden. Jede Kirche erzählt ihre eigene bewegende Geschichte, und die älteste ist 1.600 Jahre alt.
Der Hemmaberg entwickelte sich zum Wallfahrtsort, da die Reliquien von Heiligen besondere Verehrung genossen. Aber die meisten Menschen kamen wahrscheinlich, um die sagenumwobene Wunderquelle in der Höhle der Heiligen Rosalia zu besuchen. Dabei tranken sie Wasser aus der Quelle, dem nicht nur die einheimische Bevölkerung „Heilkraft“ zuspricht. Noch heute kommen jedes Jahr Tausende von Besuchern, um die Quelle mit ihren außergewöhnlichen Kräften zu erleben.
Eckdaten des Hemma-Pilgerweges:
WEITERE INFORMATIONEN:
Zu den Schätzen am Hemmaberg finden Sie auf der Website des archäologischen Pilgermuseums Hemmaberg–Juenna:
http://www.museum-globasnitz.at/4-0-Hemmaberg.html